Mittwoch, 23. September 2015

[Rezension] Ein Bild von dir

 
Ein Bild von dir
von Jojo Moyes
Seiten: 544
erschienen am: 21.01.2015

Meine Bewertung: **

Beschreibung: 
Zwei Paare - getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde.
Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein - für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll...
Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück...

Meine Meinung:
Das Cover finde ich an sich sehr schön, dass ist genau die Art von Cover die mich immer sofort anspringen. Auch die Schriftart, dieses schnörkelige romantische, finde ich toll. Das einzige was mir nicht so gefällt ist die Farbwahl, ich finde dieses grün passt überhaupt nicht zu dem lila und dann noch dieses beige im Hintergrund. Ja erweckt irgendwie einen komisch Eindruck.

Nachdem ich also die Vorgeschichte "Die Tage in Paris" gelesen habe, war ich schon auf die eigentliche Geschichte gespannt. Ich habe bereits die zwei Paare kennengelernt. Und wusste, dass das Bild von dem ständig die Rede ist, bei dem ersten Paar entstanden ist und nach über hundert Jahren bei dem zweiten Paar gelandet ist. Soweit so gut. Aber ich konnte mir noch nicht so richtig vorstellen, wie man daraus eine spannende Geschichte machen soll und vorallem ob diese mir gefallen wird. 

Das erste Drittel handelt über Sophie und wie sie die Zeit während des ersten Weltkrieges erlebt. Diese Geschichte hat mir nicht so gut gefallen, weil ich nichts mit der Kriegszeit an sich anfangen kann. Das ist eher ein Thema das mich sehr traurig und depressiv macht. Und das wurde mir hier wieder sehr deutlich vor Augen geführt. Die Zustände die dort herrschten sind wirklich unglaublich und was Sophie alles über sich ergehen lassen musste, einfach unbeschreiblich.

Der Rest des Buches handelt von Liv. Sie hat ein Bild von ihrem Mann geschenkt bekommen. Und nachdem er gestorben ist, ist es ihre kostbarste Erinnerung an ihn. Auf dem ist Sophie zu sehen, gemalt von ihrem Mann vor über hundert Jahren. Doch nun soll Liv dieses Bild an die rechtmäßige Familie übergeben, da es während der Kriegszeit dieser gestohlen wurde. Liv kämpft bis zum Schluss um das einzige was ihr noch wichtig ist...

Als ich über zweidrittel des Buches durch hatte, konnte ich mir noch immer keine richtige Meinung bilden. Denn obwohl ich schon so viele Seiten gelesen hatte und auch schon so einiges geschehen ist, hatte ich das Gefühl als hätte die Geschichte noch gar nicht richtig begonnen. Als wäre dieses ganze "Erzähle" sowas wie eine weitere Vorgeschichte. Und ich habe die ganze Zeit ausgeharrt und gehofft, dass es bald los geht. Ich habe auch den Zusammenhang zwischen Sophie, Liv und dem Bild verstanden aber ja auch das hat sich irgendwie so inhaltlos angefühlt. Das Ende des Buches fand ich z.B. sehr spannend und es hat auch Spaß gemacht es zu lesen. Aber ich fand eher den Verlauf der Gerichtsverhandlung interessant und wie es mit Liv und ihrem neuen Freund endet. Das Bild hat mich überhaupt nicht interessiert (Bin ich jetzt gemein?!)
Also ich war am Ende des Buch echt verwundert über diese ganze Geschichte, denn ich bin eigentlich eine andere Qualität von Jojo Moyes gewohnt. 
Normalweise erwecken ihre Bücher wahre emotionale Ausbrüche bei mir ("Eine Handvoll Worte" ist z.B. einer meiner Lieblingsbücher), aber diesmal fühlte ich mich total unberührt. Ich habe das Buch einfach gelesen und die Geschichte ist einfach irgendwie komplett an mir vorbei gegangen. 

Mich hat die Idee, dass ein Bild zwei Paare über Jahre irgendwie miteinander verbindet, nicht wirklich überzeugt. Ich möchte jetzt auch nicht sagen, dass die Geschichte lahm ist, aber sie hat sich irgendwie so "leer" angefühlt. Ich bin wirklich enttäuscht von diesem Buch, ich habe so viel mehr erwartet. Aber trotzdem möchte ich kurz noch ihren Schreibstil loben, denn der ist und bleibt weiterhin klasse! Und auch wenn ich von diesem Buch nicht begeisert bin, werde ich trotzdem immer ihre neuen Bücher lesen mit der Hoffnung auf ein weiteres "Lieblingsbuch" von ihr =)

Eins möchte ich aber noch erwähnen: Wenn ich jetzt im nachhinein so überlege wie viel Geld ich für dieses Buch und für die Vorgeschichte ausgegeben habe, ärgere ich mich schon ein wenig. Die Vorgeschichte, mit knapp 110 Seiten aber einen stolzen Preis von 8 €, hätte wirklich nicht sein müssen. Denn auch ohne die Vorgeschichte ist alles gut verständlich. Dies war für mich auch eine Sache, die mich sehr lange überlegen lassen hat, ob ich mit die Bücher überhaut kaufe. Und am Ende kann ich sagen, nein, es hat sich nicht gelohnt.

Mein Fazit:
Ich bin leider sehr enttäuscht. Diese Geschichte konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

Meine Bewertung:
2/5 Punkten

Liebe Grüße
Alina


Kommentare:

  1. ohoh :/ Das Buch liegt seit Sonntag auf meinem SuB.. Ich wollte es eigentlich bald lesen :D

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  2. Hey du, okay... das hätte ich nicht gedacht. Aber so kann das Buch ja noch ein bisschen warten! Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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