Sonntag, 30. August 2015

[Rezension] Passagier 23

 
Passagier 23
von Sebastian Fitzek
Seiten: 432
erschienen am: 30.10.2014

Meine Bewertung: ***

Beschreibung:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm ...

Meine Meinung:
"Passagier23" habe ich mir dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse gekauft und sogar von dem Autor signieren lassen. Oh man, war ich stolz wie Bolle und bin es natürlich immer noch. Denn das ist das einzige signierte Buch das ich besitze. Durch ein Gespräch mit meiner Nachbarin, die gerade ebenfalls ein Buch von Fitzek liest, habe ich mich spontan ebenfalls dazu entschieden. Ich habe noch nie ein Buch von Fitzek gelesen, da aber "Passagier23" sehr gute Bewertungen bekommen hat, habe ich dieses Buch auf meine Leseliste für dieses Jahr gesetzt.  
Ich war wirklich sehr sehr gespannt wie dieses Buch ist und hatte natürlich auch sehr große Erwartungen.

Martin befindet sich an Bord des Kreuzfahrschiffes Sultan. Das Schiff auf dem vor fünf Jahre seine Frau und sein Sohn angeblich Selbstmord begangen haben sollen. Denn bis heute konnte nicht zu hundert prozent geklärt werden was genau damals geschehen ist. Plötzlich taucht ein Mädchen, dass vor Wochen auf der Sultan verschwunden ist und inzwischen auch für tot erklärt worden ist, wieder auf. Mit der Hoffnung mehr über den damaligen Vorfall seiner Familie zu erfahren geht Martin an Bord. Er will endlich die Wahrheit wissen...

Zu Beginn lernt man den Protagonisten Martin Schwartz kennen, der sich mitten in einem Einsatz befindet. Schon da merkt man, dass er den Tod seiner Frau und des seines Sohnes bis heute nicht verarbeitet hat. Er spürt anscheinend keinen Schmerz mehr und hat auch keine Angst vorm Tod, ich meine wer sonst würde sich bei vollem Bewusstsein mit einer Zange ein Zahn rausreißen. Würg...
Ein Mann also, der nichts mehr zu verlieren hat und somit alle Risiken eingeht die nötig sind...
So lässt er auch alles stehen und liegen als er einen ominösen Anruf von einer Autorin bekommt, die behauptet Infos darüber zuhaben, was mit seiner Familie geschehen ist.

Ich fand es interessant, dass das Geschehen auf einem Kreuzfahrtschiff spielt und vorallem auch die Tatsache, dass in Wirklichkeit wirklich Menschen auf Schiffen verschwinden. Ich habe mich noch nie mit diesem Thema beschäftigt, wieso auch, aber wenn man sich das genau überlegt, hat der Autor tatsächlich irgendwie recht. Es ist recht einfach auf einem Schiff Selbstmord zu begehen aber noch einfacher einen Mord als Selbstmord erscheinen zu lassen. Die Leiche fällt in den Atlantik und es ist unmöglich die Leiche zufinden, eigentlich perfekt...
Ich habe mich eben ein wenig im Internet informiert und es sind wirklich so einige Menschen, die auf Schiffen "verloren gegangen" sind. Schon ein wenig gruselig...
Und durch dieses Buch konnte ich mir auch ein gutes Bild davon machen, wieso es so viele vermisste Menschen überhaupt geben kann. Klar ist es für die Unternehmer nicht gut, wenn Menschen auf ihren Schiffen verschwinden, das ist nicht unbedingt gut fürs Geschäft und deshalb werden auch nicht wirklich Nachforschungen angestellt sondern einfach mal als Selbstmord abgestempelt...diese Tatsache hat mich echt ganz schön geschockt. Ich hoffe es ist in der Realität nicht ganz so schlimm. Aber das ist sicher ein Thema für sich, mit dem ich mich aber überhaupt nicht auskenne...

Der Einstieg hat mir also schon mal sehr gut gefallen. Doch den weiteren Verlauf fand ich nicht mehr ganz so gut. Es war teilweise ein wenig schleppend und ich habe die ganze Zeit drauf gewartet das die Geschichte endlich an Fahrt aufnimmt. Man hat zwischendurch immer wieder ein paar Infos erhalten, sodass man miträtseln konnte und am Ende hat es dann langsam einen Sinn ergeben. Aber die Auflösung konnte mich leider nicht zufrieden stellen. Weder die von Schwartz noch die Geschichte die parallel auf dem Kreuzfahrtschiff passiert ist. Mir fehlte irgendwie das Gewisse etwas, ich habe noch eine große unerwartete Wende erwartet, die mich so richtig überrascht, aber die kam leider nicht.

Ich möchte aufkeinenfall sagen, dass das Buch schlecht ist aber vielleicht ist es einfach nicht mein Genre. Ich weiß nicht genau. Aber ich bin aufjedenfall froh es jetzt gelesen zu haben und endlich mit reden zu können ;) Und ich werde auch noch weitere Bücher von ihm lesen, vielleicht finde ich noch eins das mich so richtig umhaut hihi

Mein Fazit:
Eine interessante Geschichte, mit guten Gedankengängen, aber ohne spektakuläre Auflösung.

Meine Bewertung:
3/5 Punkten

Und hier noch ein paar Bilder von der Messe. Wie ihr seht wurde Sebastian Fitzek ordentlich belagert und wir sind fast Fitzek vor die Nase gefallen, da die Leutchen hinter uns so dolle schubsten.

 



Liebe Grüße
Alina

Kommentare:

  1. Hallo Alina,

    mir hat das Buch richtig gut gefallen, aber man muss dazu sagen, dass es eigentlich kein typischer Fitzek ist. Lies auf jeden Fall noch andere Bücher von dem Autor, er hat einiges zu bieten, auch wenn ich mit seinem Stil einfach nicht zurecht komme (was die anderen Bücher angeht).

    Die Fotos sind übrigens toll!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. hahahaha - da sind wir ja beide wieder XD
    "Fitzek vor die Nase gefallen" - das kannste aber laut sagen hahaha
    Ich bin auch schon auf Noah gespannt. Aber lese auch lieber erstmal aaaaall die Fantasy-Sachen, die ich ja noch offen habe

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