Montag, 11. August 2014

[Rezension] Das Haus am Hyde Park

von Monica McInerney
Seiten: 480
erschienen am: 16.12.2013














Klappentext:
Ein schrecklicher Unfall zerstört das Leben der jungen Australien Ella O`Hanlon. Bei Nacht und Nebel verlässt sie daraufhin ihre groß e Liebe Aidan, den sie für die Tragödie verantwortlich macht. Ihr liebenswerter, weiser Onkel Lucas Fox überredet sie schließ lich, zu ihm nach London zu kommen. Der Professor lebt in einer alten Villa am Hyde Park, die voller Bücher und wundervoller Erinnerungen steckt. Was Ella nicht weiß,  gemeinsam mit dem Rest der kunterbunten Fox-Familie schmiedet Lucas einen Plan, um seiner Nichte die Freunde am Leben zurück- und sie wieder mit der Liebe ihres Lebens zusammenzubringen.

Meine Meinung:
Da ich ja schon erwähnt habe, dass ich diesen Monat so richtig Lust auf Schnulzen habe, hat auch dieses Buch den Weg zu mir gefunden. Das Cover sieht einfach nur traumhaft aus, findet ihr nicht auch? Die Farben sind so schön und harmonieren unfassbar gut miteinander. Und da es im Oktober nach London gehen soll, dachte ich mir passt es super! Eine kleine Einstimmung auf London.
Ja zum Inhalt?! Was soll ich sagen?! Ich bin sprachlos...
Das Buch ist unfassbar schön!! Ich habe gelacht, ich habe geweint und immer mitgefiebert.
Am Anfang lernt man die Protagonistin Ella und ihre Familie kennen. Ella bleibt nach der Scheidung ihrer Eltern bei ihrer Mutter. Diese wiederum heiratet wieder Und so hat Ella nicht nur einen Halbbruder, sondern auch bald eine kleine Halbschwester Jessi. Da Jessi "ein ganzes Kind" ist, wird sie den anderen beiden Halbgeschwistern ständig vorgezogen und ohne Ende verwöhnt. Jessi wird zu einer kleinen verzogenen Prinzessin erzogen. Ellas Kindheit verläuft also nicht so gut, hätte sie da nicht ihren Halbbruder Charlie und ihren Onkel Lucas. Als Ella etwas älter wird, besucht sie ihren Onkel in London und lernt dabei Aidan kennen. Die beiden verlieben sich ineinander, heiraten und kriegen einen kleinen Jungen Felix. Wie in einem Märchen, endlich mal was gutes für Ella. Sie hat eine kleine Familie und möchte das, was in ihrer Kindheit alles falsch gelaufen ist, bei ihren Sohn besser machen. Eines Nachmittages passt Jessi auf Felix auf und dabei passiert im Park ein tragischer Unfall, bei dem Felix stirbt. Und hier verändert sich das Leben für alle...
Da Ella Aidan und Jessi die Schuld dafür gibt, verlässt sie ihn eines Tages und will mit niemanden mehr etwas zu tun haben.

Die Protagonistin Ella ist mir von der ersten Seite an sehr sympathisch und sie tut mir unendlich leid, dass ihre Mutter und ihr Stiefvater sich so verhalten, als Jessi auf die Welt kommt. Jupi, jeder wünscht sich doch so eine Prinzessin-Schwester oder?! Es ist einfach unglaublich ungerecht. Zum Glück hat sie aber noch ihren Stiefbruder Charlie, der sie immer wieder aufmuntert und natürlich ihren herzallerliebsten Onkel, zu dem sie, im Laufe der Jahre eine besondere Beziehung aufbaut. Er ist auch die einzige Verbindung zu ihrem verstorbenen Vater.
Und es hat mich noch mehr gefreut, als sie Aidan kennen gelernt hat und die beiden überglücklich waren.
Doch plötzlich erzählt das nächste Kapitel, dass Ella im Zug nach London sitzt. Und ich frage mich nur: "Wo ist das Baby? Das kann sie doch nicht alleine lassen?" Und habe dabei schon eine ganz schlechte Vorahnung. Es wird nicht sofort erzählt was genau geschehen ist, sonder immer nur stückchenweise. Ein super Aufbau!! Und auch der Rest der Geschichte fließ t nicht einfach chronologisch ab, sondern ist ein wenig verschachtelt. Manchmal wird eine Situation auch aus der Sicht von zwei Personen erzählt, was noch mehr Hintergrund wissen verleiht. Das hält wirklich sehr gut die Spannung aufrecht.
Und dann deuten immer mehr Dinge darauf an, dass sie ihren Sohn nicht alleine gelassen hat, sondern das es ihn nicht mehr gibt. Man erfährt langsam was genau passiert ist. Ich war tieftraurig.
Es gab in dem Buch viele tolle Situationen in denen ich wirklich aus dem Herzen lächeln musste, es gab Stellen wo ich mir meine Tränchen verkneifen musste und es gab auch Stellen da musste ich einfach mitleiden. Ella versucht komplett aus der Realität zu flüchten, besucht die verschiedensten Ärzte und Therapeuten und redet auch weder mit Aidan noch mit Jessi je ein Wort nach dem Unfall. Ihr geht es immer schlechter und sie versucht alles aus zublenden, was ihr aber nicht immer gelingt. Man bekommt auch die Sicht von Jessi vermittelt und merkt erst da, dass sie eigentlich nicht so ein Monster ist, wie man vorher immer dachte. Auch sie leidet seitdem schrecklich unter dem Unfall, den sie gibt sich natürlich die Schuld an dem Tod. Schön, dass ich meine Meinung über das Monster ändern konnte.
Man kann natürlich nicht wirklich nachvollziehen wie Ella sich wirklich fühlt, aber das Buch stellt es wirklich sehr gut dar. Und sowas sollte wirklich niemanden im Leben passieren. Einfach schrecklich.
Am Ende wird zwar wieder alles gut, zumindest soweit gut wie es möglich ist, aber auch hier sieht man mal wieder, dass Liebe so einige Wunden heilen kann.
Ich liebe dieses Buch! Es hat so viele Emotionen in mir freigesetzt, dass schaffen nur wenige Bücher. Vielen Dank dafür! Und ich werde jetzt auch unbedingt weitere Bücher von dieser Autorin lesen.

Fazit: DIESES BUCH MUSS MAN LESEN!! 

Liebe Grüß e
Alina

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